Pädagogisches Konzept

Die pädagogischen Schwerpunkte auf einen Blick:

  • Musik- und Naturpädagogik (Erläuterung siehe unten)
  • Umsetzung des Orientierungsplans Baden-Württemberg: Förderung der Bildungs- und Entwicklungsfelder Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl & Mitgefühl, Sinn, Werte & Religion
  • Regeln und Rituale: Übergänge sind mit musikalischen Ritualen verbunden, gemeinsames Aufräumen, sorgsamer Umgang mit Spielzeug
  • Gemeinschaft: gegenseitiges Helfen, Mahlzeiten werden zusammen eingenommen, Kinder dürfen den Alltag mitbestimmen
  • kleine Alltagsaufgaben: helfen beim Zubereiten der Mahlzeiten, bei der Gartenarbeit, Tisch abräumen etc.
  • Stärkung der emotionalen Kompetenz: positiver Blick auf das Kind, Wertschätzung, keine Wertung von Werken der Kinder, Mitbestimmung im Tagesablauf, Schaffen von Herausforderungen, Erfolgserlebnissen und viele Möglichkeiten, um selbstständig zu werden

Musikpädagogik:

Für mich hat Musik einen hohen Bildungswert, denn beim Musizieren ist immer das ganze Gehirn aktiv und fördert bzw. fordert alle Entwicklungsbereiche des Kindes. Während dem Singen mit Kindern gibt es keine negativen Emotionen, denn Singen macht gesund und glücklich.

Singen setzt die Voraussetzung fürs gute Sprechen und trägt somit unabdingbar zur Sprachbildung bei. Die Mundmotorik wird gefördert, die Merkfähigkeit geschult und das Gemeinschaftserlebnis ist dabei unersetzbar. Im Vordergrund stehen die Sprache (Wortschatzerweiterung, Lautbildung...) und Motorik (lernen durch Bewegung), aber auch die Kreativität wird gefördert, musikalische Grundkompetenzen (Tonlage, Lautstärke, Notationen…) und logisch-mathematische Kompetenzen (Zeitgefühl, Rhythmus…) werden erlernt und vor allem sammeln die Kinder Erfahrungen im Miteinander und stärken ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen. Durch die ständige Wiederholung, als tägliches Ritual oder z.B. jahreszeitliche Lieder erweitern die Kinder ihre Merkfähigkeit.

Bei mir dürfen die Kinder durch regelmäßiges Singen ihr körpereigenes Instrument nutzen und lernen verschiedene Klänge auszuprobieren. Wiederkehrende Rituale werden musikalisch begleitet. So gibt es z.B. ein Aufräumlied, Begrüßungslied, Anziehlied, Monatslied und Lieder für das Essen und Händewaschen.

Außerdem dürfen sie mit verschiedenen Materialien musizieren wie beispielsweise mit Stöcken, Steinen oder sie nutzen altersgerechte Instrumente, um Lieder zu begleiten. Bei gezielten Angeboten können die Kinder durch bewusstes und unbewusstes Hören von Musik (z.B. ruhige Instrumentalmusik beim Einschlafen) ihre Sinne schärfen und sich dazu motorisch weiterbilden, wenn sie dazu tanzen (Musik erleben durch Tanzen mit Musik). Bei vielen Liedern kann ich auf der Gitarre begleiteten oder mit der Blockflöte mitspielen.

Ich habe ein großes Repertoire an Liedern, Fingerspielen, musikalischen Geschichten und Musik verschiedenerer Stilrichtungen. Ich singe außerdem in einer höheren Tonlage, angepasst an die kürzeren Stimmbänder der Kinder.

Naturpädagogik:

Ich mache die Naturphänomene sinnlich erfahrbar - bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit - da wir jeden Tag raus gehen. So gehören Dreck, Matsch, Wasser und Sand genauso zum Alltag wie Sonnenschein und blauer Himmel. Deshalb ist es notwendig, dass die Kinder passende Kleidung für diese Sinneserfahrungen tragen. Regenhose, Gummistiefel oder Kleidung die dreckig und nass werden darf, ist deshalb Grundvoraussetzung und trägt dazu bei, dass das Kind ganz ohne Einschränkungen auf Entdeckungsreise gehen kann. Ganz nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung! 

Neben spielerischem und forschendem Erkunden steht die sinnliche Wahrnehmung, das kreative Gestalten und das Experimentieren im Mittelpunkt. Blätter, Stöcke, Moos, Steine, Lehm, Wasser, Sand und Erde sind alles Materialien mit denen die Kinder täglich spielen können und so unterschiedliche Sinneseindrücke sammeln. Sie entdecken und erforschen neugierig Pflanzen und Tiere und lernen kreativ Lösungen zu finden, da ihr Spielmaterial zweckentfremdet werden muss. Der Stock wird zur Angel, der Stein eine Murmel und Moos und Blätter werden beispielsweise zu Spielfiguren.

Da Naturkontakte ein menschliches Grundbedürfnis sind, hat die Bewegung an der frischen Luft eine große Bedeutung für die positive Entwicklung des Kindes und ist somit für die Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung fördernd. Sie schafft Motivation für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen und erfüllt den großen Bewegungsdrang der Kinder.

Mir ist ein wertschätzender Umgang mit unseren Ressourcen und der Natur sehr wichtig und ich fördere daher das Verständnis, dass man nicht alles in der Welt für selbstverständlich nehmen darf. Das Malpapier das genutzt wird ist gebraucht, Farbe und Knete wird selbst hergestellt und die Spielmaterialien sind meist aus zweiter Hand und werden repariert bevor sie ersetzt werden. Ich habe wenig Plastikspielzeug und achte auf Spielmaterial, dass die Kreativität und Selbstständigkeit fördern. Daher finden die Kinder bei mir kein batteriebetriebenes Spielzeug und wachsen in einer Umgebung ohne Zugang zu Handy, Tablet oder Fernseher auf.

Ich ermutige die Kinder dazu, mich bei der Gartenarbeit zu unterstützen. Sie dürfen Laub fegen, Erde umfüllen, etwas umgraben, einpflanzen oder abschneiden und werden somit Teil dieser wachsenden Gesellschaft.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung in der Regel zwischen zwei und fünf Wochen. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei mir fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.